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Ladies First

Die Redewendung „Ladies First” ist im deutschen Sprachgebrauch üblich, stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Damen zuerst”.

Der Leitzsatz „Ladies First”, der auch heute noch im Bereich der Höflichkeits- und Benimmregeln eine Rolle spielt, hat seinen Ursprung vermutlich in der Zeit, in der Frauen aus den höheren gesellschaftlichen Schichten nicht arbeiteten, sondern stattdessen Personal beispielsweise für den Haushalt, die Ackerbewirtschaftung und die Kinderbetreuung beschäftigt wurde. Das Personal, welches natürlich einen niederen gesellschaftlichen Rang innehatte, ließ den höher gestellten Damen grundsätzlich den Vortritt, handelten also nach dem Leitsatz „Damen zuerst”.

Ein interessanter Aspekt ist ferner das Prinzip „Ladies and Children First” („Frauen und Kinder zuerst”) in Gefahrensituationen, zum Beispiel bei einem drohenden Schiffsuntergang, was sich jedoch nicht zwangsläufig auf den gesellschaftlichen Rang bezieht.

Die Stellung einer Person ist bei der Einhaltung von Benimmregeln noch heute von Bedeutung, vor allen Dingen in der Geschäftswelt – nämlich die berufliche Stellung. Unabhängig vom Geschlecht wird bei geschäftlichen Terminen stets zuerst der ranghöchste Gast begrüßt. Sofern die Hierarchie nicht erkennbar ist, sollte zuallererst die Person begrüßt werden, zu der der engste Kontakt besteht. Anders verhält es sich im privaten Bereich beziehungsweise bei gesellschaftlichen Anlässen, hier gilt in aller Regel „Ladies First”, selbst wenn es sich dabei zum Beispiel um den Vorgesetzten handelt und dessen Frau oder die Sekretärin.

Inzwischen findet die Redewendung auch in anderen Bereichen Anwendung, so gibt es beispielshalber bei Discotheken und Veranstaltungen das Motto „Ladies First”, bei dem Frauen unter anderem bis Mitternacht keinen Eintritt bezahlen müssen.

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